Kleine Dinge für große Freude
Beeindruckender Adventsabend der Realschule mit 175 Teilnehmern in der Kirche
Es ist schon eindrucksvoll und auch rekordverdächtig gewesen, was die Konrad-Adenauer-Realschule am Donnerstagabend mit einem adventlichen Abend in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche Sankt Pankratius geboten hat. 175 Mitwirkende im großen Schulchor, in den Chorklassen, in den Bläserklassen, im Orchester Blechschon oder als Solisten haben einigen hundert Gästen im Gotteshaus rund 90 Minuten lang einen unvergesslichen Abend bereitet.
Realschuldirektor Alexander Peintinger stand die Freude über den großartigen Besuch förmlich ins Gesicht geschrieben, als er die große Familie und einige hundert Gäste begrüßte. „Wann, Herr Stadtpfarrer, war ihre Kirche so voll?“, wandte er sich schmunzelnd an den Hausherren Matthias Kienberger, der sich an diesem Abend überzeugen konnte, dass Gesang und Musik seit Jahren an der Schule hohen Stellenwert genießen. Peintinger dankte dem Geistlichen für die Bereitschaft, dass die Schule an diesem Abend das Gotteshaus für diesen Anlassen benutzen durfte. Ohne Scheu und Lampenfieber vor dem großen Publikum sangen die Schülerinnen und Schüler befreit auf, wenngleich es für einen Teil der Mitwirkenden der erste öffentliche Auftritt war.
Kleine Wichtel mit persönlichen Zeilen
„Mit kleinen Dingen große Freude bereiten“ – unter dieses Motto könnte man den Abend unter stellen. Der Schulleiter hatte dazu einen kleinen Weihnachtswichtel mitgebracht. Er soll nicht nur heute Freude bereiten. Schülerinnen und Schüler haben solch kleine Wichtel gebastelt und diese an Patienten der Medbo-Einrichtung in Cham übergeben. In jedem dieser Wichtel steckt ein persönlicher Brief eines Bastlers. „Mit kleinen Dingen wollen wir große Freude machen“, ist das Ziel dieser Aktion.
Die Freude soll auch uns gerade zur Advents- und Weihnachtszeit aus den Gesichtern leuchten. „Lassen sie andere Dinge außen vor, an kleinen Dingen sollen wir uns erfreuen“, wandte sich der Schulleiter an die vielen Gäste und wünschte einen wunderschönen Abend.
Diesen bekamen die Besucher dann auch rund 90 Minuten lang geboten. Nicht weniger als 175 Schülerinnen und Schüler wirkten mit, alleine davon fast 90 in den Chören und 50 Bläserinnen und Bläser.
Soli und bekannte Weihnachtsmelodien
Das folgende Programm war abwechslungsreich, beinhaltete viele bekannte Lieder und Melodien und auch Beiträge von Solisten und Lesungen. Unter der Leitung von Georg Kulzer stieg die Bläserklasse mit dem bekannten Lied „Alle Jahre wieder“ in das Programm ein. Unter dessen Leitung spielte die ein Jahr jüngere Klasse „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ und „Jingle Bells“. Keinerlei Lampenfieber war bei den drei Klaviersolisten Emma Aschenbrenner, Julia Borodihin und Anna Grub spürbar. Mit dem Akkordeon erinnerte Martin Fischer an Weihnachten wie es früher einmal war.
Lieder aus verschiedenen Ländern spielten dann die Bläserklasse 6 und das Orchester Blechschon unter der Leitung von Georg Kulzer. Alexa Bräu, die Siegerin des Vorlesewettbewerbes an der Schule, ging bei ihrem Vortrag der Frage nach, wo heute der Friede von Weihnachten ist.
Klavierstücke, ein Stück der Schulband unter der Leitung von Alexandra Gebhardt, Lena Schwarzfischer als Geigensolistin und die Bläserklasse sowie das Orchester Blechschon leiteten in ein großartiges Finale mit den beiden Chorklassen und dem Schulchor mit fast 90 Mitwirkenden über. Stimmgewaltig und temperamentvoll von Claudia Kronschnabl dirigiert, bildete es einen krönenden Abschluss. Tosender Beifall brandete auf. Dadurch regelrecht animiert, gab es mit dem Lied „Feliz Navidad“ auch noch eine bekannte Zugabe.
Mit Blumen bescherten zwei Chormitglieder und Peter Kiener die Chorleiterin Claudia Kronschnabl mit einem Präsent.
Nach dem eindrucksvollen Abend sorgte der Elternbeirat auf dem Kirchplatz noch für Getränke und Verpflegung. Gerne standen die Eltern noch einige Zeit plaudernd beisammen.
(Quelle: Chamer Zeitung vom 20.12.2025)


















