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75 machen die nächste Türe auf

Vier Klassen der Konrad-Adenauer-Realschule verabschiedet – Sehr guter Jahrgang

Noten öffnen die Türe, wie weit der Weg dahinter führt, darüber entscheidet der Charakter. Alexander Peintinger, der Direktor der Konrad-Adenauer-Realschule Roding, ist sich aber sicher, dass die 75 jungen Damen und Herren ihren Weg gehen werden. Er hat am Freitagvormittag einen sehr guten Jahrgang aus seiner Schule verabschiedet.

Nach einem Wortgottesdienst und einem Sektempfang in der Sonne vor der Stadthalle Oase bläst das Blasorchester Blechschon den Festakt an. Das Orchester wechselt sich mit der rockigen Schulband bei der Umrahmung des Vormittages ab.

Mut haben, einen Entschluss zu korrigieren

Nicht nur als Rodinger Bürgermeisterin, auch als stellvertretende Landrätin gratuliert Alexandra Riedl den jungen Leuten zur bestandenen Abschlussprüfung. Sie freue sich darüber, dass jeder weiß, wo als nächstes sein Platz sein wird. Und auch dann heiße es weiterhin zu lernen. Es müsse nicht immer gleich der erste Weg sein, der passt, sagt Riedl; deshalb ermuntert sie dazu, den Mut zu haben, eine Entscheidung auch zu korrigieren. Denn der Beruf müsse Spaß machen: „Lebt euer Leben, wie ihr es euch vorstellt.“

Das Bild eines Flusses stellt Sonja Wabner, die Vorsitzende des Elternbeirats, in ihrer Rede in den Mittelpunkt. Viele Zuflüsse machen den Fluss, in dem sich die Absolventen befinden, stärker. Und jetzt, an seiner Mündung, liege das Meer der Möglichkeiten vor ihnen. „Ihr bringt alles dafür mit.“

Eldarbek Orozmamatov und Sofie Horodyska lassen namens der Schülerschaft wissen, dass die Zeit schnell vergangen und man plötzlich in der „Zehnten“ angelangt sei. Niemand wisse, wohin es einmal geht, „aber wir nehmen alles mit, Freundschaften und Mut.“ Sie danken ihren Lehrern, die an sie glaubten. Und eigentlich waren die vergangenen Jahre nicht Schule, sondern Leben.

Gemessen an den Jahresberichten, ergebe sich pro Schüler ein Buch von 450 Seiten, eröffnet Direktor Alexander Peintinger seine Rede. Was ihn besonders glücklich macht, ist, dass alle 75 Absolventen versorgt sind. Gute Noten öffnen die Tür, dann aber zähle, welcher Mensch man ist, so der Redner. Werte, Charakter und Tugenden entscheiden, wie weit jeder Absolvent gehen und wie erfolgreich er sein wird.

Peintinger zitiert die Band STS, die singt: „Z’erst überleng, a Meinung hom, dahintasteh. Niemals Gewalt, alles beredn, aber a ka Angst vor irgendwem.“

27 mit einem Schnitt zwischen 1 und 2

Dann gibt es endlich die Zeugnisse in einem von Mitschülern bunt gestalteten Umschlag. Die Schüler revanchieren sich bei ihren Lehrern mit originellen Geschenken.

Von den 75 Realschulabsolventen haben 27 einen Schnitt besser als 2,0 erreicht. Die Besten bis 1,5 sind: Tobias Bräu, 10a 1,09, der Schulbeste; Stefanie Dieß, 10d, 1,17; Lukas Eigenstetter, 10b, 1,17; Rebekka Steibl, 10d, 1,17; Magda Aschenbrenner, 10c, 1,18; Sarah Aschenbrenner, 10c, 1,27; Sophia Scheitinger, 10a, 1,36; Isabel Heuberger, 10d, 1,42; Corinna Dummer, 10c, 1,45; Magdalena Ederer, 10c, 1,45; Rebecca Huber, 10c, 1,45; Johannes Höcherl, 10a, 1,45; Lena Schwarzfischer, 10c, 1,45; Pia Süß, 10c, 1,45; Alexander Bauer, 10b, 1,5; Hannes Eigenstetter, 10b, 1,5.

Über Urkunde und Buch freut sich Lena Schwarzfischer aus der Klasse 10c, die den Saint-Exupèry-Preis für außerordentliche Leistungen im Fach Französisch von der deutsch-französischen Gesellschaft Regensburg erhält.

(Quelle: Chamer Zeitung vom 25.07.2026)

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